
Das öffentliche Abwassernetz einer Gemeinde ist nicht in einem einheitlichen Dokument kartografiert, das überall auf die gleiche Weise zugänglich ist. Je nach Größe der Gemeinde und ihrem Digitalisierungsgrad kann der Plan der Rohrleitungen im Rathaus, auf einem interkommunalen Portal oder über einen nationalen Tele-Service zu finden sein. Um die Karte des Abwassernetzes zu lokalisieren, muss man wissen, welcher Ansprechpartner die Informationen hat und in welcher Form sie verfügbar sind.
Tele-Service INERIS und Erklärung DT-DICT: der zu kennende rechtliche Rahmen
Bevor man nach einem Plan sucht, muss man das System verstehen, das den Zugang zu den Daten über unterirdische Netzwerke in Frankreich strukturiert. Der Tele-Service “Bauen ohne Zerstören”, der von INERIS im Auftrag des Ministeriums für ökologische Transition verwaltet wird, zentralisiert die Informationen über Betreiber von Netzwerken in einem bestimmten Gebiet.
Auch lesenswert : So finden Sie ganz einfach eine Tankstelle in Ihrer Nähe, die Schecks akzeptiert
Dieses Portal bietet nicht direkt einen detaillierten Plan der Abwasserleitungen an. Es identifiziert die betroffenen Betreiber für ein Grundstück und ermöglicht den Beginn des Verfahrens zur Erklärung DT-DICT (Erklärung des Arbeitsprojekts, Erklärung der Absicht, mit Arbeiten zu beginnen). Diese Konsultation ist seit dem Dekret vom 5. Oktober 2011 rechtlich geregelt für alle Bauprojekte in der Nähe von unterirdischen Netzwerken.
In der Praxis dient der Tele-Service hauptsächlich Fachleuten im Bauwesen und Auftraggebern. Eine Privatperson, die einen Anschluss oder eine Erweiterung plant, kann ihn nutzen, um den Betreiber des Abwassernetzes ihrer Gemeinde zu identifizieren und ihn dann zu kontaktieren, um die Karte des Abwassernetzes zu erhalten.
Auch lesenswert : Brillanz und Raffinesse: So wählen Sie das beste Gel zur Verschönerung Ihrer Nägel aus

Interkommunale Kartierungsportale: freier Zugang zu Abwasserplänen
Die direkteste Quelle zur Einsichtnahme in einen Abwasserplan bleibt das SIG-Portal (Geoinformationssystem) Ihrer interkommunalen Gemeinschaft oder Abwasserverbands. In den letzten Jahren haben viele interkommunale Strukturen ihre Daten auf Online-Kartierungen umgestellt, die ohne Kontoerstellung zugänglich sind.
Diese Portale zeigen in der Regel mehrere überlagerbare Informationsschichten an:
- Die Abwasserzonierung, die die Bereiche abgrenzt, die an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen sind, und die, die der nichtöffentlichen Abwasserentsorgung unterliegen
- Die Trasse der Hauptsammler und der sekundären Abzweigungen, manchmal mit Durchmesser und Material der Rohrleitungen
- Die bestehenden Anschlussstellen, Pumpstationen und Kläranlagen
- Der Katastergrundriss, der es ermöglicht, das eigene Grundstück zu lokalisieren und die Nähe zum Netzwerk zu überprüfen
Das Geoinformationssystem (SiiG) bietet beispielsweise diesen öffentlichen Zugang und dient als Modell für andere Verbände und EPCI. Die Qualität der Daten variiert jedoch von Gemeinde zu Gemeinde: Einige zeigen nur die Zonierung, andere veröffentlichen die vollständige Trasse der Rohrleitungen.
Finden Sie das Portal Ihrer interkommunalen Gemeinschaft
Der Name des Portals ist nicht standardisiert. Die Suche nach dem Namen Ihrer Gemeindeverwaltung oder Metropolregion, gefolgt von “Abwasserkartierung” oder “SIG online”, liefert in der Regel ein brauchbares Ergebnis. Die Websites der Wasser- und Abwasserverbände haben oft einen speziellen Tab dafür.
Nicht alle Gemeinden verfügen über ein Online-Kartierungsportal. Kleine ländliche Gemeinden bewahren ihre Pläne manchmal nur im Papierformat oder in nicht veröffentlichten internen Dateien auf.
Nachfrage im Rathaus und Stadtplanungsdienst: der klassische Weg
Wenn kein digitales Portal existiert, bleibt das Rathaus der Zugangspunkt. Der Stadtplanungsdienst oder der technische Dienst hat die Pläne des kommunalen Abwassernetzes. Je nach Gemeinde kann die Einsichtnahme vor Ort, nach Vereinbarung oder nach schriftlicher Anfrage erfolgen.
Zwei Elemente sind zu unterscheiden:
- Der Plan des öffentlichen Netzwerks, der die Trasse der Rohrleitungen im Straßenbereich und in öffentlichen Flächen zeigt. Dieses Dokument gehört zum öffentlichen Bereich und die Einsichtnahme darf nicht verweigert werden
- Der individuelle Anschlussplan, der den Anschluss zwischen einem privaten Grundstück und dem öffentlichen Netzwerk dokumentiert. Dieses Dokument wird dem Eigentümer bei der Erstanschlussübergabe übergeben und kann bei einem Immobilienverkauf verlangt werden
Wenn Sie eine Immobilienübertragung vorbereiten, umfasst das Abwasserdokument (obligatorisch in den betroffenen Gemeinden) eine Überprüfung des Anschlusses. Die Konformitätsprüfung und der Anschlussplan sind zwei separate Dokumente: Erstere bewertet den Zustand der Installation, letztere beschreibt die physische Trasse.

Abwasserzonierung: Überprüfen Sie, bevor Sie nach einem Plan suchen
Bevor Sie nach einem Plan suchen, sollten Sie sicherstellen, dass das Grundstück tatsächlich in einem Gebiet mit öffentlicher Abwasserentsorgung liegt. Die Abwasserzonierung ist ein Dokument, das dem lokalen Stadtplanungsplan (PLU) der Gemeinde beigefügt ist. Es unterscheidet zwischen den Gebieten, die vom öffentlichen Netzwerk bedient werden, und denen, in denen die individuelle Abwasserentsorgung (separater Abfluss) gilt.
Die Einsichtnahme in diese Zonierung vermeidet eine unnötige Suche. Ein Grundstück, das als nichtöffentliche Abwasserentsorgung klassifiziert ist, sollte nicht auf einem Abwasserplan erscheinen, da keine öffentliche Rohrleitung es bedient. Die Zonierung kann im Rathaus, auf dem nationalen Portal der öffentlichen Abwasserentsorgung des Ministeriums oder direkt auf dem Geoportal der Stadtplanung eingesehen werden.
Nationale Daten zur öffentlichen Abwasserentsorgung
Das nationale Portal der öffentlichen Abwasserentsorgung veröffentlicht Daten pro Gemeinde (Anschlussquote, Name des Betreibers, Kontaktdaten des Dienstes). Diese Informationen ermöglichen es, schnell den richtigen Ansprechpartner zu identifizieren, ohne über das Rathaus gehen zu müssen. Die Aktualisierung dieser Daten erfolgt regelmäßig, was sie zu einem zuverlässigen Ausgangspunkt macht.
Für ein Projekt zur Anbindung oder Arbeiten in der Nähe des Netzwerks bleibt es am effektivsten, zuerst die Zonierung zu überprüfen und dann den Betreiber über den Tele-Service INERIS zu identifizieren. Die Einsichtnahme in den detaillierten Plan erfolgt anschließend beim identifizierten Betreiber oder auf dem interkommunalen SIG-Portal, wenn es existiert. Der Papierplan im Rathaus bleibt der letzte Ausweg, funktioniert jedoch in der überwiegenden Mehrheit der Fälle.